Immer wieder dasselbe Muster..

28 12 2009

.. bei der Verschärfung von Sicherheitsbestimmungen, Ausweitung von Kontrollen, Intensivierung von Überwachung:

Ein (vereitelter) Terroranschlag und schon wird erneut und verstärkt Angst und Schrecken in den Medien verbreitet. So wird die Akzeptanz der „notwendigen“ Eingriffe gesteigert, und kaum jemand wagt sich dagegen zu wehren.

Die USA regieren zuerst – gemeinsam mit dem UK – und prompt wird auch Druck auf die übrigen EU-Länder ausgeübt gleichzuziehen, dem unmittelbar od nach kurzer Zeit nachgegeben wird.

Aus aktuellem Anlass wird auch der Ruf nach dem bereits ad acta gelegten Nacktscanner wieder laut (siehe derStandard.at). Jede Technologie nutzen, die zur Steigerung der Sicherheit dienen kann? Diese fragwürdige Einstellung mancher hochrangiger PolitikerInnen wird dazu beitragen, dass wir wieder ein Stück mehr unserer „inneren“ Werte preisgeben müssen.





IBM | 5 innovations changing cities in the next 5 years

19 12 2009

Der Frage, was sich in den kommenden 5 Jahren im urbanen Bereich verändern wird, ist IBM nachgegangen und hat ihre Erkenntnisse in diesem kurzen Video zusammengefasst.

  • Verkehr: Elektroautos und Busse mit gesteigerter Reichweite einer Akkuladung (bis zu 500 Meilen, dzt 100) und eine ausgebaute Infrastruktur zum Laden von Akkus, basierend auf intelligenten Stromnetzen und erneuerbaren Energiequellen.
  • Gesundheit: Es werden Systeme zur Verfügung stehen (basierend auf -selbstverständlich anonymen – elektronischen Krankenakten), die Ausbreitung von Krankheiten (Influenza, H1N1, etc.) lokalisieren und somit zur Eindämmung beitragen können.
  • Wasser und Abwasser: Durch intelligente Systeme soll sich der Verlust durch schadhafte Leitungsnetze um die Hälfte reduzieren lassen und das Abwassernetz in Verbindung mit fortschrittlichen Technologien zur Trinkwasseraufbereitung nutzen lassen.
  • Gebäude: werden zu lebenden Organismen, die auf Umwelteinflüsse reagieren können. Schutz der Bewohner, Schonen von Ressourcen und Einsparen von CO2 stehen dabei im Mittelpunkt. Tausende Sensoren sollen alles überwachen (Bewegung, Temperatur, Licht,…) und eine rasche Reaktion auf die jeweilige Situation ermöglichen
  • Krisenmanagement: Reaktion bevor Krisen (Verbrechen, Naturkatastrophen) gemeldet werden. Systematische Analyse von Daten sollen „pro-aktiv“ Verbrechen und etwa das Ausbrechen von Bränden verhindern.

Quelle: IBM

Das sind ja tolle Perspektiven! Wir lassen unsere Häuser mit Sensoren ausstatten, die permanent Daten sammeln. Wie lange lasse ich das Licht (unnötig?) brennen, verbrauche ich zu viel Strom, bin ich nur jeden 2. Tag daheim oder etwa den ganzen Tag (arbeitslos?), bin ich nicht zur Arbeit gegangen, obwohl sich keine Spuren von Krankheitserregern bei mir finden? Ist schon gut zu wissen, wenn gerade entlassene Gewaltverbrecher sich in meiner Umgebung niederlassen und ihre nächsten Pläne aushecken. Immerhin ist die Polizei da, bevor sie sich wieder bösen Machenschaften widmen können. Dafür habe ich jetzt keinen Strom mehr, weil ich vergessen habe, das Licht im Wohnzimmer abzudrehen, als ich gestern ins Bett gegangen bin. Das habe ich nun davon.

Die Entwicklungen bei Verkehr und Effizienz bei Wasser- und Energieversorgung sind in jedem Fall begrüßenswert. Ob wir wirklich soviel gesunder werden, wenn man weiß, wie sich Grippe-Viren ausbreiten, sei dahingestellt. Aber eine derartige integrierte Überwachung von Mensch und Umwelt halte ich persönlich für keinen begrüßenswerten Ansatz. Ich verspreche auch, dass ich immer das Licht abdrehe, wenn ichs nicht brauche!





WebApps – Anwendungen im Browser

21 11 2009

Anwendungen, die im Web-Browser laufen,…

… begegnen uns meist eher unbewusst, und dennoch sind sie ein Indiz eines revolutionären Konzepts. Webmail, Facebook, Google Docs und ähnliche erfordern keine Installation auf dem eigenen PC. Man startet einfach Firefox, Safari u.ä., gibt den jeweiligen URL ein und schon steht einem nach dem Login die gewünschte Anwendung zur Verfügung. In Kombination mit Technologien wie Google Gears, kann diese diese oft auch ohne aktive Verbindung zum Internet verwendet werden.

Die Vorteile sind offensichtlich: WebApps erfordern keine Installation, keine lästigen Updates, sie sind auf jedem Gerät mit Web-Browser verfügbar, und… die Daten (Dokumente, E-Mails, Fotos, etc.) sind auch immer dabei. Ganz ohne USB-Stick.

Datenschutz…

So stellen sich einige erschreckenden Fragen: Wo liegen denn die Daten? In der großen Wolke des Internets, der „Cloud“? Wer kann und wer darf darauf zugreifen? Oder besser: „gehören“ die Daten überhaupt noch mir (allein)?

Die Antworten finden sich in den Nutzungs- und Datenschutzbedingungen des jeweiligen Dienst-Anbieters. Ein kalter Schauder läuft mir bei dem Gedanken über den Rücken. Aufgrund von unpräzisen oder gar falschen Übersetzungen ins Deutsche, hat sich beispielsweise Google mittels seines Dienstes Docs zeitweise Nutzungsrechte von privaten Dokumenten angeeignet. Obwohl der Fehler korrigiert wurde, zeigt es sich, dass man bei der Nutzung von WebApps gut überlegen sollte, wem man seine Daten anvertraut. Datenschutz-Bedingungen zu lesen und zu verstehen ist zwar ein guter Punkt, ob man diesen vertraut, ein anderer. Auf die Datenschutz-Problematik gehe ich aber ein anderes Mal näher ein.

WebApps aus dem Browser lösen

Diese Möglichkeit schafft es aktuell mich zu begeistern. Unter MacOSX gelingt das mit Hilfe eines kleinen Programms namens Fluid <http://fluidapp.com>. Den Artikel schreibe ich beispielsweise in wordpress.com, das als Fluid-App läuft. Technisch gesehen ist es äußerst praktisch, dass jede Anwendung unabhängig vom Browser als eigener Prozess läuft und die verwendete App bei einem etwaigen Crash des Browsers nicht mitgerissen wird. Der Anwendungscharakter wird dadurch betont, dass sich wie bei konventionellen Programmen die jeweiligen Icons ins Startmenü legen lassen und man das Erscheinungsbild (Fensterfarbe, Adress- und Tableiste,…) individuell anpassen kann. Durch das Ausblenden der Leisten (die Bookmark-Leiste fehlt zur Gänze) gewinnt man unglaublich viel Platz am Bildschirm! Die gewonnene Übersicht kann jedoch leicht wieder verloren gehen, wenn man für jede Seite eine eigene App verwendet. So empfiehlt es sich sparsam umzugehen. Für mich liegt die optimale Variante in einem konkurrenzfreien Miteinander von WebApp- und Tabbed-Browsing-Konzept. Den Rest des Beitrags lesen »





Kurzer Statusbericht und wie es weiter geht

13 11 2009

Es gab einige Gründe, warum sich dieses Blog nicht so nach meinen Vorstellungen entwickelt hat. Die Faktoren Zeit und Motivation hatten dabei den größten Anteil. Der Job hat mein ITlife so sehr beansprucht, dass ich mich privat nicht weiter damit auseinander setzen wollte. Weiters war ich zu inkonsequent, eine klare Line zu entwickeln. Auch die erfreuliche Entwicklung von schlot.at hat die Priorität weiter absacken lassen.

Inzwischen haben sich diese Rahmenbedingungen etwas verändert, und die Motivation, Eindrücke und Perspektiven meines digitalen Lebens zu vermitteln, ist wieder zurückgekehrt. So gesehen kann ich wieder produktiv sein, genauer gesagt digital.productiv sein. Was es mit der Schreibweise „productiv“ auf sich hat, werde ich in nächster Zeit erklären.

Also.. Was könnten die nächsten Themen sein?

  • Orte des digitalen Lebens
  • Leben ohne Web 2.0 oder der digitale Einsiedler
  • Ausblick in eine digital integrierte Zukunft
  • Googles Welle – E-Mail R.I.P.
  • Tools und Gadgets fürs digitale Glück
  • Datenschutz und Überwachungsstaat
  • Verantwortungsvoller Umgang mit personenbezogenen Daten
  • Konsument als Versuchskaninchen
  • „Es gibt keine Probleme“

Ich freue mich schon, bald wieder loszulegen!





Staying Up-to-date..

14 10 2008

Habe mich gestern mit einer Freundin unterhalten, die vor einigen Jahren dem IT-Bereich den Rücken zugekehrt hat und eine medizinische Ausbildung begonnen und inzwischen erfolgreich abgeschlossen hat. Wie ich es schaffe, die rasante Entwicklung zu verfolgen, ohne dabei auf der Strecke zu bleiben, hat sie mich gefragt. Einfach ist es nicht. Man muss neben persönlichem Interesse und einer großen Portion Motivation auch die Fähigkeit mitbringen, Technologien als Werkzeuge für sich einzusetzen. Wenn man einem Full-Time-Job in einem Rechenzentrum nachgeht, sollte man glauben, dass das Bedürfnis nach IT damit erschöpft sein müsste, was teilweise natürlich stimmt. Doch in meinem Fall besteht noch das Bedürfnis einen kleinen Blick in die Zukunft zu werfen, um zu sehen, womit wir es in den nächsten Monaten am Markt zu tun bekommen:

Was wird möglich sein? Was könnten unsere „Kunden“ erwarten oder fordern? und.. Was könnte mein Privatleben bereichern? Den Rest des Beitrags lesen »





Schnittstelle zwischen den Welten

29 09 2008

Wie war das nochmal mit der Teilung der Gesellschaft in Personen, die mit dem Leben im digitalen Zeitalter klar kommen und jenen, die möglicherweise auf der Strecke bleiben – dem „Digital Divide“? In jedem Fall spielen – wovon bislang ausgegangen wurde – sozio-demographische Faktoren eine wesentliche Rolle, in welcher dieser Blöcke man sich wiederfindet.

Digital – Native or Immigrant?

Zusätzlich bildet aber auch, so hart es klingen mag, das Geburtsjahr eine markante Trennlinie. Vor 1970 geborene Personen wurden in einem äußerst spannenden Vortrag, den ich vor einer Woche im Rahmen einer „Technology Outlook“-Veranstaltung in Zürich gehört habe, als „Digital Immigrants“ bezeichnet. Vortragender: Moshe Rappoport, IBM Research. Durch die Tatsache, dass sie weitgehend ohne Informationstechnologie aufgewachsen sind, fehlt ihnen die Fähigkeit, spielerisch damit umzugehen. Diese ist selbst durch individuelle Bemühung nicht erlernbar. Einmal „immigrant“, immer „Immigrant“. Nach 1980 geborene Personen sind dem gegenüber als „Digital Natives“ zu bezeichnen. Sie haben den Umgang mit der IT quasi im Blut und sind vor allem durch eine spielerische und risikoaffinere Herangehensweise geprägt. Scheitern und Neubeginn nach dem „Game over“ sowie das Prinzip von trial and error stellen wesentliche Elemente dar, die nicht von vornherein als negativ abgestempelt sind. Den Rest des Beitrags lesen »





Ich erkläre das Buffet für eröffnet..

21 01 2007

… OK, reales Futter gibt es hier zwar nicht, dafür aber etwas geistiges!

Geschichten, wie sie das (IT-)Leben schreibt,
sollen hier zu lesen sein. Es werden sicher

  • nicht immer hochqualifizierte Meinungsäußerungen und Kommentare sein,
  • manchmal etwas zum Lachen od Schmunzeln,
  • gelegentlich paradoxe Auswüchse,
  • hin und wieder Historisches aus der „guten alten Zeit“ oder
  • visionäre Szenarien und Utopien.
    Wie geht unsere Gesellschaft mit der informationstechnologischen Revolution um? Was macht man, wenn man sich davon überrollt oder zeitweise überfordert fühlt? Lässt sie sich auf lange Sicht ignorieren? Wie picke ich mir die Rosinen aus dem Infotech-Kuchen? Mag ich Rosinen überhaupt?

    Fragen u Antworten
    Jeder kann sich selbst Gedanken machen u nach Antworten suchen. Ich mache mir mein u teile sie mit euch. Ob es euch passt od nicht, könnt ihr in eigenen Kommentaren zum Ausdruck bringen, auf die ich mich schon freue. Schreibt mir auch E-Mails, wenn euch etwas bedrückt, vielleicht habe ich ja in einem künftigen Beitrag eine Idee dazu.. :)
    Wenn ihr mehr über die Idee dieses Weblogs oder über mich erfahren wollt, lest doch die WEBLOG und SWÜG info..
    Viel Vergnügen..








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