Anwendungen, die im Web-Browser laufen,…
… begegnen uns meist eher unbewusst, und dennoch sind sie ein Indiz eines revolutionären Konzepts. Webmail, Facebook, Google Docs und ähnliche erfordern keine Installation auf dem eigenen PC. Man startet einfach Firefox, Safari u.ä., gibt den jeweiligen URL ein und schon steht einem nach dem Login die gewünschte Anwendung zur Verfügung. In Kombination mit Technologien wie Google Gears, kann diese diese oft auch ohne aktive Verbindung zum Internet verwendet werden.
Die Vorteile sind offensichtlich: WebApps erfordern keine Installation, keine lästigen Updates, sie sind auf jedem Gerät mit Web-Browser verfügbar, und… die Daten (Dokumente, E-Mails, Fotos, etc.) sind auch immer dabei. Ganz ohne USB-Stick.
Datenschutz…
So stellen sich einige erschreckenden Fragen: Wo liegen denn die Daten? In der großen Wolke des Internets, der „Cloud“? Wer kann und wer darf darauf zugreifen? Oder besser: „gehören“ die Daten überhaupt noch mir (allein)?
Die Antworten finden sich in den Nutzungs- und Datenschutzbedingungen des jeweiligen Dienst-Anbieters. Ein kalter Schauder läuft mir bei dem Gedanken über den Rücken. Aufgrund von unpräzisen oder gar falschen Übersetzungen ins Deutsche, hat sich beispielsweise Google mittels seines Dienstes Docs zeitweise Nutzungsrechte von privaten Dokumenten angeeignet. Obwohl der Fehler korrigiert wurde, zeigt es sich, dass man bei der Nutzung von WebApps gut überlegen sollte, wem man seine Daten anvertraut. Datenschutz-Bedingungen zu lesen und zu verstehen ist zwar ein guter Punkt, ob man diesen vertraut, ein anderer. Auf die Datenschutz-Problematik gehe ich aber ein anderes Mal näher ein.
WebApps aus dem Browser lösen
Diese Möglichkeit schafft es aktuell mich zu begeistern. Unter MacOSX gelingt das mit Hilfe eines kleinen Programms namens Fluid <http://fluidapp.com>. Den Artikel schreibe ich beispielsweise in wordpress.com, das als Fluid-App läuft. Technisch gesehen ist es äußerst praktisch, dass jede Anwendung unabhängig vom Browser als eigener Prozess läuft und die verwendete App bei einem etwaigen Crash des Browsers nicht mitgerissen wird. Der Anwendungscharakter wird dadurch betont, dass sich wie bei konventionellen Programmen die jeweiligen Icons ins Startmenü legen lassen und man das Erscheinungsbild (Fensterfarbe, Adress- und Tableiste,…) individuell anpassen kann. Durch das Ausblenden der Leisten (die Bookmark-Leiste fehlt zur Gänze) gewinnt man unglaublich viel Platz am Bildschirm! Die gewonnene Übersicht kann jedoch leicht wieder verloren gehen, wenn man für jede Seite eine eigene App verwendet. So empfiehlt es sich sparsam umzugehen. Für mich liegt die optimale Variante in einem konkurrenzfreien Miteinander von WebApp- und Tabbed-Browsing-Konzept. Den Rest des Beitrags lesen »
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