IBM | 5 innovations changing cities in the next 5 years

19 12 2009

Der Frage, was sich in den kommenden 5 Jahren im urbanen Bereich verändern wird, ist IBM nachgegangen und hat ihre Erkenntnisse in diesem kurzen Video zusammengefasst.

  • Verkehr: Elektroautos und Busse mit gesteigerter Reichweite einer Akkuladung (bis zu 500 Meilen, dzt 100) und eine ausgebaute Infrastruktur zum Laden von Akkus, basierend auf intelligenten Stromnetzen und erneuerbaren Energiequellen.
  • Gesundheit: Es werden Systeme zur Verfügung stehen (basierend auf -selbstverständlich anonymen – elektronischen Krankenakten), die Ausbreitung von Krankheiten (Influenza, H1N1, etc.) lokalisieren und somit zur Eindämmung beitragen können.
  • Wasser und Abwasser: Durch intelligente Systeme soll sich der Verlust durch schadhafte Leitungsnetze um die Hälfte reduzieren lassen und das Abwassernetz in Verbindung mit fortschrittlichen Technologien zur Trinkwasseraufbereitung nutzen lassen.
  • Gebäude: werden zu lebenden Organismen, die auf Umwelteinflüsse reagieren können. Schutz der Bewohner, Schonen von Ressourcen und Einsparen von CO2 stehen dabei im Mittelpunkt. Tausende Sensoren sollen alles überwachen (Bewegung, Temperatur, Licht,…) und eine rasche Reaktion auf die jeweilige Situation ermöglichen
  • Krisenmanagement: Reaktion bevor Krisen (Verbrechen, Naturkatastrophen) gemeldet werden. Systematische Analyse von Daten sollen “pro-aktiv” Verbrechen und etwa das Ausbrechen von Bränden verhindern.

Quelle: IBM

Das sind ja tolle Perspektiven! Wir lassen unsere Häuser mit Sensoren ausstatten, die permanent Daten sammeln. Wie lange lasse ich das Licht (unnötig?) brennen, verbrauche ich zu viel Strom, bin ich nur jeden 2. Tag daheim oder etwa den ganzen Tag (arbeitslos?), bin ich nicht zur Arbeit gegangen, obwohl sich keine Spuren von Krankheitserregern bei mir finden? Ist schon gut zu wissen, wenn gerade entlassene Gewaltverbrecher sich in meiner Umgebung niederlassen und ihre nächsten Pläne aushecken. Immerhin ist die Polizei da, bevor sie sich wieder bösen Machenschaften widmen können. Dafür habe ich jetzt keinen Strom mehr, weil ich vergessen habe, das Licht im Wohnzimmer abzudrehen, als ich gestern ins Bett gegangen bin. Das habe ich nun davon.

Die Entwicklungen bei Verkehr und Effizienz bei Wasser- und Energieversorgung sind in jedem Fall begrüßenswert. Ob wir wirklich soviel gesunder werden, wenn man weiß, wie sich Grippe-Viren ausbreiten, sei dahingestellt. Aber eine derartige integrierte Überwachung von Mensch und Umwelt halte ich persönlich für keinen begrüßenswerten Ansatz. Ich verspreche auch, dass ich immer das Licht abdrehe, wenn ichs nicht brauche!


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